PARKS & SCHLÖSSER

Sehenswerte Parks & Schlösser in Berlin

Das Schloss Bellevue ist der Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten.

Schloss Bellevue - Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten

Das Schloss Bellevue ist der erste Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten und lässt auf eine alte Geschichte zurückblicken.

Im Jahre 1785 ließ Prinz Ferdinand von Preußen das Schloss errichten. Es diente als königlicher Landsitz und war der erste klassizistische Bau Preußens. Im Schloss wurde gewohnt, es diente nicht repräsentativen Zwecken. Umgeben ist das Schloss von einem wunderschönen Park, welcher schon damals zu einer der schönsten Gärten Preußens zählte. Viele Gäste besuchten den Prinzen, wie zum Beispiel Napoleon, die Gebrüder Humboldt, Wilhelm und Alexander und Friedrich Schiller. Das Schloss Bellevue nutzte August Ferdinand von Preußen bis zu seinem Tod 1813 als prinzliches Lustschloss und königlichen Landsitz.
Danach wohnte sein Sohn August von Preußen im Schloss. Friedrich Wilhelm IV. erbte es 1843 und 1844 errichtete er in einem Flügel im Erdgeschoss das erste Museum für zeitgenössische Kunst, als „Vorreiter“ der Nationalgalerie. Von 1865 bis 1915 wurde es dann wieder vom Hof genutzt. Das Schloss Bellevue wurde nicht nur einmal umgestaltet, vom Lustschloss bis zur obersten Heeresleitung im Ersten Weltkrieg. Im Jahre 1928 ging das Schloss von den Hohenzollern in Preußens Eigentum über. Es fanden wechselnde Ausstellungen statt und durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde es als Gästehaus und zu Propagandazwecken genutzt.
Leider lag es April 1941 fast in Trümmern. Auch hier fand die unendliche Zerstörung des Zweiten Weltkrieges statt. Der Wiederaufbau begann im Jahre 1955 bis 1959.
1957, also noch während der Bauphase, bestimmte der Deutsche Bundestag, das Schloss zum zweiten Amts- und Wohnsitz des Bundespräsidenten. Der erste Wohnsitz war die Villa Hammerschmidt in Bonn. Dadurch entstand die endgültige Innengestaltung, der Langhanssaal wurde wieder im klassizistischen Stil hergerichtet. Es wurde ein großer Saal für Veranstaltungen und Empfänge gebaut und im Jahre 1986/87 bekam das Schloss eine offene Eingangshalle die sich, bis zur Gartenterrasse zieht. 1991 wurde der Umzug von Bonn nach Berlin entschieden und die Parlamente packten ihre Koffer. Richard von Weizsäcker, der damalige Bundespräsident, entschied im Januar 1994 den ersten Amtssitz des Staatsoberhauptes von Bonn nach Berlin zu verlegen. Der einzige Bundespräsident, der im Schloss auch privat Quartier bezog, war Roman Herzog.
Seit der Amtszeit von Johannes Rau wird in einer Dienstvilla im Südwesten Berlins gewohnt.
Die Präsidentenwohnung im Schloss wurde von Mai 2004 bis Dezember 2005 in Arbeitsräume umgestaltet und saniert. Im Schloss Bellevue gibt es 15 repräsentative Räume.
Das Schloss Bellevue liegt im Zentrum der Stadt, umgeben von einem  wunderschönen Park unweit von der Siegessäule, Bundestag und Brandenburger Tor, direkt am Spreeufer.

Seit März 2017 ist Schloss Bellevue der Amtssitz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmüller.
Befindet sich der Bundespräsident in Deutschland, ist die Standarte auf dem Schloss Bellevue gehisst. Eingeholt wird sie dann, wenn der Bundespräsident sich in seinem Bonner Amtssitz, in einem Gästehaus in den Bundesländern oder sich im Ausland befindet. Dann wird die Standarte beim Verlassen des Berliner Stadtgebietes eingeholt und beim Wiedereintreffen neu gesetzt.

 

Öffnungszeiten: immer geöffnet

Adresse: Spreeweg 1, 10557 Berlin

Anbindung: Bus: 100,187 (Schloss Bellevue)

 

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