PARKS & SCHLÖSSER

Sehenswerte Parks & Schlösser in Berlin

Berlin Reiseführer - der große Tiergarten

Ein Spaziergang durch den Großen Tiergarten

Der große Tiergarten ist die zweitgrößte grüne Oase, die es in Berlin gibt. Mit einer Fläche von 210 Hektar ist er wie eine Insel.

Schon 1527 wurde der erste Tiergarten angelegt, aber an einer anderen Stelle, nämlich in der Nähe des Berliner Stadtschlosses. Es wurde dann seit 1530 nach Westen und Norden erweitert, bis an die Grenzen des heutigen Tiergartens. Wildtiere wurden ausgesetzt, Zäune errichtet und somit konnte der Kurfürst von Brandenburg seiner Jagdlust frönen.
Durch Friedrich den I. entstanden Strukturen, die bis heute sichtbar sind. Es wurde eine breite Schneise als Verbindung zwischen Stadtschloss und 1695 bis 1699 erbauten Schloss Charlottenburg errichtet.
Friedrich der Große hatte nichts übrig für die Jagd und ließ aus dem Jagdrevier einen Park für die Bevölkerung anlegen. Er ließ die Zäune niederreißen, legte Blumenbeete, Rabatte und Spaliere an, errichtete Labyrinthe, Wasserbecken und Zierteiche und stellte Skulpturen auf. Es entstanden sogenannte Salons, Plätze, die von Bäumen und Hecken eingerahmt waren, sogar Sitzgelegenheiten waren vorhanden. Oasen, die den Besucher zum Verweilen einluden.

Viele Landschaftsgestalter haben im Laufe der Zeit ihr Können unter Beweis gestellt und Peter Joseph Lenné hat von 1833 bis 1838 aus dem heutigen Tiergarten einen englischen Volkspark gestaltet.
Leider litt der Park sehr unter den Kämpfen im Zweiten Weltkrieg. Es war katastrophal. Es stand fast kein Baum mehr, da er auch nach dem Krieg als Brennholz von Berlinern genutzt wurde. 1949 begann die Wiederaufforstung, die fast nur aus Baum-Spenden von anderen deutschen Städten bestand. Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel, wo ihr dem Großstadtrummel entfliehen könnt, wie zum Beispiel im Englischen Garten.
Der Englische Garten im Tiergarten entstand nach einem Konzept des Landschaftsarchitekten Wilhelm Alverdes. Mit über 5000 Baumspenden aus den Privatgärten König Georgs VI. und von britischen Bürgern wurde südwestlich vom Schloss Bellevue der Garten umgestaltet. Am 25. Mai 1952 wurde die Anlage im Beisein von Außenminister Anthony Eden eingeweiht.

Bei den Berlinern hieß die 40.000 Quadratmeter große Anlage lange Zeit „Garten Eden“. Das „Teehaus“ welches sich im Park befindet, wurde auf dem Fundament des ehemaligen Wohnhauses von Gustaf Gründgens gebaut.
Den Neuen See, die Luiseninsel und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand findet ihr im südlichen Teil des Tiergartens. Eine Stele für Karl Liebknecht und ein Denkmal für Rosa Luxemburg erinnern an die Gründer der KPD und an deren brutaler Ermordung.
Der Tiergarten, drittgrößte innerstädtische Parkanlage Deutschlands, ist für Jeden ein „Garten“ mit vielerlei Möglichkeiten.
Dort können Sie spazieren gehen, Fahrrad fahren, skaten, joggen, Fußball spielen, grillen und vieles mehr. Überall im Park sind kleine Cafes und Wasserstellen, der Englische Garten, um einen Teich angelegt, ist eines der schönsten Ziele im Tiergarten.
 

Öffnungszeiten: immer geöffnet

Adresse: 10557  Berlin, Straße des 17. Juni

Anbindung: S Bahnstation Tiergarten (S5, S7, S75), Bus: S Bahnstation Tiergarten (N9)

 

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Bildquelle:

CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=225320

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