PARKS & SCHLÖSSER

Sehenswerte Parks & Schlösser in Berlin

Das Berliner Stadtschloss

Das Berliner Stadtschloss

Was wurde über das Berliner Stadtschloss geredet, diskutiert und die Gemüter der Menschen waren erhitzt wie in einer Sauna. Brauchen wir denn nun wirklich noch ein Schloss in Berlin?

Und nach allem Für und Wider begann der Bau und die Kosten sollen sich wohl so um die 590 Millionen Euro betragen. Was hätte man alles Gutes mit dem Geld anfangen können, aber lasst uns abwarten bis es fertiggestellt ist. Vielleicht sind wir dann doch alle unsagbar glücklich, dass Berlin sein „altes“ Stadtschloss wieder hat.
Die Stelle des Schlosses wurde allerdings über sechs Jahrhunderte unterschiedlich genutzt. Als Erstes kam der Kurfürst Friedrich II. am 31. Juli 1442 daher und legte den Grundstein zu der Doppel-Stadt Berlin-Cölln. Bereits 1451 bezog  der Kurfürst sein neues Residenzschloss, welches der feste Sitz des Fürsten wurde. Die Schlossanlage wurde im Jahr 1465 um die bedeutende spätgotische Erasmuskapelle ergänzt. Danach wurde das Schloss ständig umgebaut, erweitert und „neu erfunden“ und wurde mit der Domkirche verbunden. Durch den Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss stark beschädigt. Kurfürst Friedrich Wilhelm ließ das Schloss wieder aufbauen zu einem imposanten Barockbau und es entstand ein Lustgarten. Zu Zeiten der Weimarer Republik beherbergte das Schloss das Schlossmuseum und andere Institutionen. 1945 während des Zweiten Weltkrieges wurde das Stadtschloss durch einen Bombenangriff fast zerstört. Ein jähes Ende fand es dann am 7. September 1950. Walter Ulbricht, Vorsitzender des Staatsrates der DDR, ließ das Schloss sprengen. Nach 21 Jahren ließ Erich Honecker, Nachfolger von Walter Ulbricht, 1971 den Palast der Republik erbauen. Mit Fertigstellung 1976 wurde „Erichs Lampenladen“, wie der Palast auch unter der Bevölkerung genannt wurde, ein Ort für zahlreiche Veranstaltungen. Nach der Wende wurde der Palast 2003 wegen starken Asbestbefalls geschlossen und abgerissen. Nun war der Platz wieder einmal leer. Am 12. Juni 2013 fand die Grundsteinlegung für den Neubau des Stadtschlosses als Humboldtforum statt. Es sollen drei der Barockfassaden wieder aufgebaut werden, mehrere Museen beherbergen und Räume für Wissenschaft und Veranstaltungen bereitstellen. Richtfest wurde am 12. Juni 2015 gefeiert.

Die Humboldt-Box auf dem Schlossplatz informiert Sie seit dem 29. Juni 2011 über die Schritte auf dem Weg zum Humboldtforum sowie über Ausstellungen und Veranstaltungen. Dem Humboldtforum werden dann ca. 55.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Den größten Anteil davon wird die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Anspruch nehmen.
Die Humboldt-Universität, die Landes- und Zentralbibliothek Berlin und die Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz werden dort einziehen. Am 14. September 2019 soll das Stadtschloss dann fertiggestellt sein.
Gut 30 Jahre sind dann nach dem Mauerfall vergangen. Eine Lücke in Berlin, direkt an der Spree gelegen, wird damit im Stadtbild Berlins geschlossen. In unmittelbarer Nähe des Stadtschlosses finden Sie viele weitere Sehenswürdigkeiten Berlins, wie zum Beispiel Berliner Fernsehturm, den Neptunbrunnen, das Rote Rathaus, die Weltzeituhr und gleich um die Ecke ist der Berliner Dom.  
Am Domaquareé finden Sie mehrere Anlegestellen für eine Schifffahrt auf der Spree. Eine Stunde auf der Spree schippern und sich Berlins Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus betrachten.

 

Öffnungszeiten: immer geöffnet

Adresse: Schloßplatz 1, 10178 Berlin

Anbindung: U Bahn Hausvogteiplatz (U2), Spittelmarkt (U2), Bus: 147 (Neumannsgasse), 100, 200, N2 (Lustgarten), 248, 265, 147, M48 (Fischerinsel)

 

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Bildquelle: By Miriam Guterland (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

 

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